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KW 2020-48 – Netzwerk Bibel und Bekenntnis „Stimme sein und stärken“

Für viele heute noch unverständlich: Vor fünf Jahren im Advent, im Dezember 2015, gab Dr. Michael Diener, damals Präses des Gnadauer Verbandes und Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, der Tageszeitung DIE WELT ein ausführliches Interview, veröffentlicht am 14. Dezember: „Michael Diener repräsentiert die frommen Protestanten. Er will bei Schwulen-Ehe und Mission den Grabenkrieg mit der EKD beenden und fordert von seinen Pietisten neben festem Glauben auch Selbstkritik.“

Nicht zuletzt dieses Interview führte im Januar 2016 zur Gründung von „Bibel-und-Bekenntnis“. Jetzt meldet sich das Netzwerk mit einem „Kasseler Memorandum“.

https://www.bibelundbekenntnis.de/

Kasseler Memorandum 2020
des Netzwerks Bibel und Bekenntnis „Stimme sein und stärken“

Wir, die Mitglieder der Fortsetzungsgruppe des Netzwerks Bibel und Bekenntnis, haben uns mit Verantwortlichen aus bekennenden Gemeinschaften und Initiativen am 14. November 2020 in einer Online-Konferenz über Entwicklungen in evangelischen Kirchen, Freikirchen und Gemeinschaften in den vergangenen vier Jahren beraten und danach gefragt, welche Aufgaben uns der Herr Jesus Christus in dieser Zeit stellt.

In diesem Memorandum fassen wir zusammen, woran wir uns selbst und alle Verantwortlichen in Kirchen und Gemeinschaften erinnern wollen. Der Apostel Petrus spricht von Fremdlingen in der Zerstreuung. (1. Petrus 1,1) Die Christen der apostolischen Zeit waren wie Fremdkörper in der antiken Gesellschaft des römischen Reiches. Angesichts der dramatischen geschichtlichen Prozesse der letzten 250 Jahre haben wir es als Fremdlinge in der Zerstreuung mit unterschiedlichen Diasporasituationen zu tun. Da ist einmal die immer stärker werdende säkulare Gesellschaft, dann die sich an den Zeitgeist anschmiegende volkskirchliche Landschaft und schließlich die Auseinandersetzung innerhalb der evangelikalen Bewegung.

1. Wir wollen Stimme sein und stärken. Wir wollen Christen durch biblische Lehre in ihrem Glauben an Jesus Christus stärken. Darum nehmen wir Stellung zu kontroversen Themen und zu Vorgängen in den evangelischen Kirchen, landeskirchlichen Gemeinschaften und Freikirchen, die Bibel und Bekenntnis widersprechen. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass die Leitungen der evangelischen Landeskirchen mehr und mehr den Leitideen von Staat und Gesellschaft folgen. Die biblische Botschaft wird dem Zeitgeist angepasst. Das Christentum wird zur Zivilreligion, die den Zusammenhalt der Gesellschaft stärken soll. Das geschieht um den Preis, dass das Schiff der Kirche aus seiner Verankerung in Gottes Wort, der Heiligen Schrift, gelöst worden ist.

2. Glaube und Bekenntnis gehören zusammen. Wir setzen uns dafür ein, dass das Bekenntnis zu Jesus Christus nicht als etwas Nebensächliches abgewertet wird. Jesus sagt: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch verleugnen vor meinem himmlischen Vater.“ (Matthäus 10, 32f). Und Paulus schreibt: „Wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.“ (Römer 10, 9). Damit werden Glaube und Bekenntnis als heilsnotwendig definiert. Wir verstehen „Bekenntnis“ zuerst als Einladung, dem Wort Gottes zu vertrauen und zu gehorchen. Wir können es nicht lassen, uns zu Jesus Christus zu bekennen. In diesem Sinne kämpfen wir wie der Apostel Paulus für die Jesus-Nachfolger, „damit ihre Herzen gestärkt und zusammengefügt werden in der Liebe und zu allem Reichtum an Gewissheit und 2 Verständnis, zu erkennen das Geheimnis Gottes, das Christus ist, in welchem verborgen liegen alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis.“ (Kolosser 2,2f)

3. Einheit und Bekenntnis gehören zusammen. Das klare Bekenntnis zu Jesus Christus und die Einheit der Christen widersprechen sich nicht, sondern bilden zwei Seiten derselben Medaille. Wir setzen uns dafür ein, dass sie, wie im Neuen Testament bezeugt, untrennbar zusammengehören und nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wir widerstehen der falschen Vorstellung, dass wir Einheit in Vielfalt gewinnen könnten, indem wir uns vom biblisch begründeten Konsens verabschieden. Ohne gemeinsame Antworten auf die Fragen, wer Jesus Christus ist, was er getan und gelehrt hat, worin sein Erlösungswerk besteht, wird „Christus“ zur leeren Hülse, die beliebig gefüllt wird und nicht mehr verbindet. Tatsache ist: Wo wir uns von Bibel und Bekenntnis verabschieden, da geht mit der gemeinsamen Basis auch die gemeinsame Botschaft und die missionarische Dynamik verloren. Wo nicht mehr um die theologischen Kernfragen gerungen wird, werden die Kirchen durch Polarisierungen in aktuellen politischen Fragen bestimmt. Wo in Bekenntnisfragen Grenzen eingerissen werden, werden neue moralistische und politische Trennmauern aufgerichtet. Wir brauchen das Fundament Jesus Christus, wie die Heilige Schrift ihn bezeugt und an dem die Christen zu allen Zeiten in ihren Bekenntnissen festgehalten haben. Deshalb ist das Engagement für Bibel und Bekenntnis aktiver Einsatz für die Einheit der Kirche Jesu Christi.

4. Bekenntnis zielt auf Evangelisation. Weil das Bekenntnis zu Jesus und seinem Wort eine evangelistische Zielrichtung hat (Römer 10,9-17), gilt es Menschen zu gewinnen. Gott „will, dass alle Menschen gerettet werden und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, nämlich der Mensch Christus Jesus, der sich selbst gegeben hat als Lösegeld für alle, als sein Zeugnis zur rechten Zeit.“ (1.Timotheus 2,4-6) In der Auseinandersetzung über die biblische Wahrheit sehen wir in jedem Diskussionspartner einen von Gott geliebten Menschen, für den Jesus gestorben ist und um den er ringt. Die verfolgten Gemeinden sind uns gerade in dieser Hinsicht ein großes Vorbild. Die Liebe Jesu überwindet Gegner des Kreuzes Christi. Ihnen gilt die Einladung, an Jesus zu glauben und ihm nachzufolgen. Deshalb unterstützen wir durch das Engagement für Bibel und Bekenntnis die missionarische Dynamik der Kirche Jesu Christi.

Was ist zu tun?

  1. Wir stehen gemeinsam an der Seite von Schwestern und Brüdern, die auf Grund ihres aufrichtigen Bekenntnisses zu Jesus und seinem Wort in Kirche und Gesellschaft unter Druck geraten und angefeindet werden.
  2. Wir verbinden Personen, Gemeinden, Gemeinschaften, Organisationen, Ausbildungsstätten und Initiativen, die gleiche Anliegen verfolgen, in einem Netzwerk durch Informationsaustausch und Kooperation.
  3. Unsere Aktivitäten sollen geprägt sein von der Liebe zu Jesus, der Treue zur Bibel, ermutigender Glaubensfreude und Eintreten für leidenschaftliche Evangelisation. In unseren theologischen Stellungnahmen wollen wir die seelsorgerische Dimension im Blick behalten. Theologisch-dogmatische Klarheit und die Liebe zu den Menschen sollen uns gleichermaßen bestimmen.
  4. Wir halten es für dringend nötig, Christen aller Altersgruppen – insbesondere aber jungen Christen – durch geeignete Materialien in der Gestaltung ihres Glaubens und Lebens, in der Auseinandersetzung mit ihrer gesellschaftlichen Umwelt und in der Erfüllung ihres missionarischen Auftrags zu helfen. Wir wollen dafür die Zusammenarbeit mit innovativen Initiativen suchen.
  5. Wir suchen den Kontakt zu Kirchen, Gemeinschaften und Initiativen in der weltweiten Christenheit, die den gekreuzigten, auferstandenen und wiederkommenden Jesus Christus als den alleinigen Retter und Herrn bezeugen und die Autorität der Bibel als Wort Gottes anerkennen. Das mutige Glaubenszeugnis der verfolgten Christen und die leidenschaftliche Evangelisation der jungen Kirchen erweitern unseren Horizont und ermutigen uns in unserem Engagement für Bibel und Bekenntnis.
  6. Wir schließen keine Koalitionen mit politisch motivierten Interessengruppen. Wenn wir Stellung beziehen, geschieht dies nicht aus politischen Erwägungen, sondern aus einer biblisch begründeten Haltung.
  7. Wir wollen immer wieder prüfen, wie wir diese Aufgaben in Zukunft besser erfüllen können. Wir erinnern an die Mahnung des Apostels Paulus (Kolosser 2,8 – 10): „Seht zu, dass euch niemand einfange durch Philosophie und leeren Trug, gegründet auf die Lehre von Menschen und auf die Mächte der Welt und nicht auf Christus. Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt aller Mächte und Gewalten ist.“

Die Mitglieder der Fortsetzungsgruppe des Netzwerks Bibel und Bekenntnis:
Sr. Heidi Butzkamm, Dr. Tobias Eißler, Martin P. Grünholz, Prof. Dr. Rolf Hille, Johannes Holmer, Bernd Linke, Ulrich Parzany (Vorsitzender), Ulrich Rüß, Dirk Scheuermann, Dr. Christian Schwark, Dr. Markus Till, Prof. Dr. Dr. Daniel von Wachter, Dr. Gerhard Walther

Kassel, im November 2020


KW 2020-47 – Goldmünze, Grünes Gewölbe - ei, ei, ei, die Polizei …

In diesen bedrückenden Zeiten der vom Staat ausgerufenen „epidemischen Notlage“ braucht manche geplagte Seele auch mal Luft zum Lachen. In der Kommentarspalte einer Tageszeitung wird gestaunt: „Lese ich das richtig - derselbe Täter, der die Goldmünze aus dem Bode-Museum geraubt hat, ist ermittelt, begeht in einer Prozesspause einen der größten Kunstraube der Nachkriegsgeschichte, wird erneut ermittelt und kann dann bei einer von langer Hand geplanten Razzia mit 1.600 Polizisten entkommen? Das ist jetzt kein Scherz oder ein Krimi-Drehbuch? Das ist wirklich passiert?“

Was war geschehen?

Mit über tausendsechshundert (!) Polizisten war in Berlin der Staat auf der Suche nach den geraubten Juwelen aus dem sächsischen Staatsschatz. In einem spektakulären Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden waren letztes Jahr wertvolle Teile der Sammlung geraubt worden. Doch nun schlug der Staat zurück, erbärmlich. Eine Lachnummer, was da in Berlin geschah:

Zunächst meldeten die Medien: „Drei Deutsche“ wurden verhaftet. Da weiß der angestammte Deutsche, es sind Ausländer mit deutschem Pass, der gern und großzügig verteilt wird. Und bei deutschen Namen wie Abdul und Abdallah denkt mancher Zeitungsleser ohnehin weiter. Die Polizei meldete dann weitergehend: Man habe in Berlin-Neukölln frühmorgens bei Familie Remmo geklingelt. Remmo ist ein rund 600 Köpfe starker arabischer Clan. Soweit so gut. “Drei Deutsche“ in Gewahrsam genommen, allerdings zwei der Hauptverdächtigen entwischten. Und von denen wurde später bekannt:

„Wissam R. stand bereits wegen des spektakulären Raubs der 100 Kilogramm schweren Goldmünze Big Maple Leaf aus dem Berliner Bode-Museum vor Gericht. So wie es aussieht, hat er den Einbruch in das Dresdner Grüne Gewölbe in einer Prozesspause begangen. Letztlich feststellen wird das erst der Prozess, aber zahlreiche Spuren hätten zu den Remmos geführt, heißt es von der Staatsanwaltschaft Dresden, etwa am Tatort und in einem Fluchtauto. Eine Geschichte, die die Berliner Behörden nicht gerade in einem vorteilhaften Licht zeigt, wie die Süddeutsche Zeitung schreibt. Seit 2012 steht Wissam R. regelmäßig vor dem Amtsgericht Tiergarten, neun Einträge, meist Diebstahl und Einbruch, haben sich angesammelt. Die Cousins, mit denen er sich umgab, waren ebenfalls aktenkundig, Ahmed R. war bereits in früher Jugend mit Gewalt- und Eigentumsdelikten aufgefallen. An Wissam R.s Kleidung wurden bei den Ermittlungen Goldpartikel gefunden. Trotz allem blieb er während des gesamten Prozesses auf freiem Fuß, 13 Monate lang. So hatte er im November 2019 womöglich die Gelegenheit, nach Dresden zu fahren und dort im Grünen Gewölbe einzubrechen. Denn er wurde kurz nach seiner Festnahme Ende 2017 haftverschont. Wegen seines jugendlichen Alters und weil keine Haftgründe, also etwa Fluchtgefahr, bestanden. Allerdings wäre auch eine Wiederholungsgefahr ein Haftgrund gewesen. Aber diese Gefahr wurde offenbar nicht gesehen. Er musste sich lediglich regelmäßig bei der Polizei melden.“

Und der Spaß ist noch nicht zu Ende:

„Wissam R. konnte seine Freiheit auch noch genießen, nachdem er im Februar 2020 zu viereinhalb Jahren Haft wegen des Goldmünzendiebstahls verurteilt worden war. Als das Urteil im September dieses Jahres endlich rechtskräftig wurde – da war Wissam R. noch immer zu Hause.“ (zit WELT – 2020-11-17)

Kommentar der Berliner Justiz: Es würde eine gewisse Zeit dauern, bis ein Verurteilter zum Haftantritt gebeten werde. Wirklichkeit im multikulturellen Deutschland im November 2020. Man kann nur Lachen.

Freilich die 1.600 Polizisten blieben gleich noch einen Tag in der Hauptstadt, um verstärkt durch weiter fast 1.000 Einsatzkräfte und mehrere Wasserwerfer am Bußtag die Demokratie-Demos am Brandenburger Tor und vor dem Reichstag niederzuhalten. Da gab es nichts zum Lachen.


KW 2020-46 Christen und Covid-19

Mehrere Stellungnahmen christlicher Organisationen gingen dieser Tage in die Öffentlichkeit. Manche Zeilen lesen sich wie kirchliche Grußadressen an die SED-Partei- und Staatführung. Christen hüten sich vor leichtfertiger Kritik, verzichten auf Aktionismus und sind dankbar für Politiker, die uns schützen durch Reduzierung der zwischenmenschlichen Kontakte. Während die feixend ohne Maske im Flieger sitzen.

Welche Trottel sind wir jungen Christen damals in der DDR gewesen, da wir uns gegen den real-sozialistischen Staat auflehnten, der uns mit dem antifaschistischen Schutzwall vor zu viel Kontakten nach außen beschützte. Und überhaupt den Staat allgemein und dessen alternativlose Ideologie hinterfragten. Und was ist mit den widerständigen Christen in der national-sozialistischen Zeit?

Anderswo heißt es, dass ethisch falsche Gesetze des Staates nicht bekämpft werden müssen, dazu das Beispiel: Ehe für alle. Staatskritische Christen dürften dennoch „Gott mehr gehorchen als den Menschen.“ Doch genau das bewegt viele Christen heute. Wo müssen Gläubige, auch um der Welt willen, Gottes Geboten mehr Geltung verschaffen? Wo müssen sie Licht sein und nicht nur schweigende und loyale Staatsbürger? Was ist zu sagen und was ist zu tun, wenn christliche Versammlungen und Gottesdienste verboten werden? Das waren Fragen früher und sind Fragen heute.

So gesehen bemühen manche Statements im November 2020 eher laue Worte der Beschwichtigung nach innen und nach außen.

„Lieb‘ Vaterland magst ruhig sein, es wacht Horst Kasners Töchterlein. Treu steht und fest – kann‘s anders sein: die Wacht an der Spree.“

Aufmerksame Leute fragen sich, was heißt das, wenn Thierry Breton, EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen mit der erweiterten Zuständigkeit für Verteidigung und Raumfahrt, schon vor Monaten jubelte: Innerhalb von 100 Tagen hat sich Europa mehr verändert als in den 30 Jahren zuvor (zit. WELT 2020-08-07).

Pfarrer Eberhard Kleina formuliert kritische Gedanken zur Lage im Lande und der Gemeinde Jesu, auch als Faltblatt zu haben bei www.agwelt.de

 

Christen und Covid-19

Wer mit wachen Augen den gegenwärtigen Zustand unseres Landes betrachtet, wird erkennen, dass unsere politische Klasse unsere Heimat von Grund auf umbauen will, das Volk wurde allerdings nicht gefragt. Deutschland soll ein Gender-Land werden, soll so CO2-arm werden wie nur irgend möglich, soll ein E-Auto-Land werden, Fernreisen sollen möglichst unterbleiben und anderes; vor allem soll es auf keinen Fall mehr ein mono-ethnisches, sondern ein multi-ethnisches und multi-kulturelles Land werden. Das geschieht durch illegale Masseneinwanderung. Da kommt Corona gerade recht, um das Volk von diesem großen Umbau abzulenken.

In einer beispiellosen und bis heute andauernden Angst- und Panikmache wird das Volk vor den katastrophalen Auswirkungen von Corona gewarnt. Zwar betonen international anerkannte Virologen und Epidemiologen, dass Corona keineswegs so gefährlich ist, wie behauptet, aber diese Experten werden in den großen Medien und von der Politik übergangen. Wegen Corona hat unsere Regierung wichtige Grundrechte und Freiheiten eingeschränkt, eine unerträgliche – aber unnütze und gesundheitlich schädliche – Maskenpflicht und ein Abstandsgebot angeordnet und sogar einen wirtschaftlichen Stillstand verhängt – eine heftige wirtschaftliche Rezession droht. Die Maskenpflicht kann sogar bis weit in das Jahr 2021 verlängert werden. Großveranstaltungen wurden abgesagt, das gesellschaftliche Leben zieht sich mehr und mehr in die eigenen vier Wände zurück, was wohl erwünscht ist. Über Wochen sind auch Gottesdienste bei uns in NRW ausgefallen, gegenwärtig sind sie nur unter besonderen Auflagen möglich.

Kalifornien hat sogar wegen Corona eine zweite, jetzt unbefristete Gottesdienstsperre erlassen. Jegliche Gemeindeveranstaltungen sind dort verboten. So schlimm ist es hier noch nicht, aber die Lage sieht auch bei uns nicht gut aus.

Wie gehen wir nun als Christen mit diesen bedrückenden Zuständen um?

1. Im Buch der Sprüche 2,11f heißt es: „Besonnenheit wird dich bewahren und Einsicht dich behüten, dass du nicht geratest auf den Weg der Bösen noch unter Leute, die Falsches reden.“ Zuallererst ist es wichtig, sich möglichst umfassend zu informieren, um Einsicht zu bekommen, mit Besonnenheit auf die Lage zu reagieren und sich nicht von den Medien und der Politik in Panik treiben zu lassen. Wichtig sind heute die alternativen Medien, es gibt gute Internet-Seiten. Im Gebet dürfen wir zudem unserem HERRN unsere Sorgen bringen und ihn bitten, uns in dieser Zeit zu bewahren.

2. Wir wissen, dass unser Gott – der einzige – ein Gott der Ordnung ist, der aus dem Chaos des Ur-Zustandes dieser Welt mit seinem Schöpferwort einen Kosmos schuf, eine gute Ordnung. Überall wo Chaos ist, sind gottfeindliche Mächte am Werk. Der jetzige gesellschaftliche und wirtschaftliche Zustand ist zweifelsohne ein Chaos, also nicht gottgewollt, sondern von außerordentlich einflussreichen, offenbar global agierenden Gruppen herbeigeführt, die damit eine weltweite politische Agenda – ihre Utopie (neue Weltordnung) – verfolgen. Der Ausnahmezustand einer „Corona-Pandemie“ kann ihnen dabei nur von Nutzen sein.

3. Gott schuf den Menschen nach seinem Ebenbild. Der Mensch als Gottes Gegenüber hat eine besondere Stellung in Gottes Schöpfung. Gott hat ihn mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt, nur wenig niedriger gemacht als er selbst ist (Psalm 8,6). Wenn man nun überall in der Öffentlichkeit die Menschen mit ihren Gesichtsmasken herumlaufen sieht, kommt man schon auf die Frage: Passt das zur Ehre und Herrlichkeit, die der Schöpfer ihm gab bzw. zur Menschenwürde, wie es das Grundgesetz sagt? Viele empfinden mit Recht die Masken als entstellend und demütigend, als Maulkorb, der die Kommunikation erheblich einschränkt, ganz besonders die Mimik.

4. Christen gehorchen den Anordnungen der Obrigkeit, da jede Regierung von Gott eingesetzt ist (Röm. 13,1ff; 1. Petr. 2,13-17). Christen sind loyale Staatsbürger; ihre Loyalität endet allgemein erst da, wo der Staat etwas verlangt, was gegen Gottes Willen ist. Dann gilt: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen (Apg. 5,29).

5. Christen sollen nach Gottes Willen allerdings auch den wunderlichen Herren gehorchen (1. Petr. 2,18). Gemeint ist damit, dass man bereit sein soll, um guter Taten willen Leiden zu ertragen (1. Petr. 2,20). Wer als Christ beispielsweise bei einer Anti-Corona-Demonstration ohne Anlass ungerecht von der Polizei behandelt wird, rächt sich nicht; als Staatsbürger darf er seine Rechte allerdings einklagen.

6. Als Christen sind wir zur Nächstenliebe angehalten. Müssen wir dann nicht doch die Gesichtsmaske tragen, damit wir andere nicht infizieren oder umgekehrt? Da die Maske nach Auskunft sehr kompetenter Fachleute überhaupt nicht schützt, bei vielen sogar Atemnot und Schlimmeres verursacht, trifft das Argument der Nächstenliebe nicht zu.

7. Christen sind Bürger zweier Reiche: Bürger im Reiche Gottes und Bürger des Staates, in dem sie wohnen. Wir leben in Deutschland in einer Demokratie, es ist die Staatsform, die Gott unserem Volk gegeben hat; wir leben nicht in einer diktatorischen „Volksdemokratie“ wie in China, einer Monarchie oder was auch immer. In einer Demokratie zu leben bedeutet aber, dass jeder Staatsbürger und eben auch jeder Christ eine Mitverantwortung hat, was im Land passiert. In einer Diktatur ist den Bürgern diese Mitverantwortung verwehrt, nicht aber bei uns. Niedergelegt ist das in Artikel 20 des Grundgesetzes. Dort heißt es zunächst: „Jede Staatsgewalt geht vom Volke aus.“ Das bedeutet: Die Regierung mit ihren Ministern sind auf demokratischem Wege vom Volk legitimiert und beauftragt, zum Nutzen des Volkes die Staatsangelegenheiten zu führen. Man könnte salopp auch sagen: Sie sind Angestellte des deutschen Volkes auf Zeit, denn „Minister“ bedeutet im Lateinischen auch „Diener“.

Weiterhin heißt es im Artikel 20: „Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung abzuschaffen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand.“ Tatsache ist nun, dass seit der sog. Flüchtlingskrise 2015 der Grundgesetzartikel 16a eigenmächtig von der Kanzlerin Merkel ausgesetzt wurde (denn wer als Asylant aus einem sicheren Land kommt, wo er nicht mehr verfolgt wird, darf in Deutschland kein Asyl erhalten und ist zurückzuschicken); Asylgesetze wurden zu Einwanderungsgesetzen umfunktioniert und in der Corona-Zeit einige demokratische Grundrechte abgeschafft bzw. stark eingeschränkt – und das alles ohne Zustimmung des Bundestages! Im Februar 2020 hat Merkel die demokratisch legitime Wahl eines Ministerpräsidenten in Thüringen für ungültig erklärt. Das alles geht nicht in einem demokratischen Staat. Viele fragen: Wann erhalten wir unsere vollen Grundrechte zurück? Es ist nicht einzusehen, dass die Regierung uns im Unklaren lässt. Tut sie es weiterhin, ist der Verdacht nicht auszuschließen, dass wir uns auf dem Weg in eine neue Form der Diktatur befinden; manche sprechen bereits von einer drohenden Hygiene-Diktatur, andere von einer Corona-Diktatur.

8. Widerstand bedeutet für Christen nicht, mit der Waffe in der Hand die Regierung zu beseitigen. Das wäre ganz gegen den Willen Jesu Christi. Es gibt aber auch zivilen und gewaltlosen Widerstand in vielfältiger Form, der auf die Änderung von Missständen und den Stopp von Gesetzesbruch hinarbeitet. Erstmals haben Christen in Deutschland erlebt, dass Gottesdienste ganz ausfielen und bis heute eingeschränkt sind. Das gab es nicht einmal im Dritten Reich und in der DDR. Das müssen Christen nicht hinnehmen. Hier hat der demokratische Staat seine Kompetenz überschritten. Dagegen können sie mit juristischen Mitteln, mit Demonstrationen usw. vorgehen und vor allem mit dem Gebet. Schließlich sollen Christen ja überhaupt für ihre Regierung beten (Jer. 29,7). Da bis heute und auch in Zukunft bei uns große Veranstaltungen wegen Corona nicht stattfinden dürfen, kann man nicht ausschließen, dass irgendwann auch bei uns – wie in Kalifornien -Gottesdienste untersagt werden.

9. Zuletzt sei auf den Aspekt der Endzeit hingewiesen. Nach Offb. 13,1ff wird einmal die ganze Welt unter der Herrschaft des Antichristen zwangsvereinigt werden. Ob die globalen Auswirkungen der „Pandemie“ ein großer Schritt auf diese Etappe hin sein können, muss aufmerksam beobachtet werden. Berechnungen stellen wir nicht an! Sollte es so sein, haben wir als Christen auch in dieser Zeit die Aufgabe, das Evangelium weiterzugeben. Wir wissen: Unser Gott ist es, der die Geschichte lenkt, nicht global agierende Gruppen. Unser HERR sitzt im Regiment! Alle Not wird dann für die vorbei sein, die zu Christus gehören


KW 2020-45 Es ist Zeit aufzustehen!

9. November 1989 – in Berlin und in ganz Deutschland geht über Nacht die Zeit von Mauer und Stacheldraht zu Ende. Ein Wunder Gottes in Deutschland und ein Zeichen für die ganze Welt. Eine friedliche Revolution stürzt mit Kerzen und Gebeten die kommunistische Diktatur. Nicht nur Leute mit „DDR-Erfahrung“ fragen heute: Schlittern wir schon wieder in die Zeiten eines vormundschaftlichen Staates?

Eine Bewegung „Christen im Widerstand“ meldet sich zu Wort und lädt zum Nachdenken ein:

„Wir haben in den letzten 10 Jahren einen dramatischen Zerfall unserer einst christlichen Gesellschaft und Moral miterleben müssen. Unser Land befindet sich quasi im freien Fall… und wir führen dies unter anderem auch auf die Lauheit der Gemeinde Jesu zurück.

Inmitten der Coronakrise war das Schweigen weiter Teile der Gemeinde Jesu für uns beschämend: Ostern hat man einfach ausfallen lassen. Die Alten hat man alleine sterben lassen. Die Kranken nicht mehr besucht und die Kirchen einfach geschlossen. Und das alles im Namen der Gesundheit und der Nächstenliebe? Man hat sich den völlig unverhältnismäßigen Maßnahmen der Bundesregierung einfach widerspruchslos gebeugt und diese sogar noch begrüßt! Anstatt Licht und Salz zu sein (gerade in Krisenzeiten) und für Wahrheit und Gerechtigkeit aufzustehen, haben die meisten Kirchen geschwiegen. 

Anstatt Barmherzigkeit und Liebe wirklich sichtbar zu machen, hat man vor allem davon geredet, aber die Opfer des Shutdown weitestgehend allein gelassen. 

Anstatt in Zeiten der Not als Gemeinde ein Zufluchtsort zu sein, hat man sich Gottesdienste, Krankenbesuche, Begleitung Sterbender und zuletzt sogar das Singen einfach verbieten lassen. Dadurch hat man sich mit dem zerstörerischen Handeln der Bundesregierung und der Verbreitung von Furcht und Lügen eins gemacht. 

Anstatt dem Teufel entschieden zu widerstehen, hat man ihm einfach des Feld überlassen. „Wer in der Demokratie schläft, braucht sich nicht zu wundern, wenn er in einer Diktatur aufwacht.“ 

Es ist ZEIT für die GEMEINDE JESU aufzustehen und LICHT und SALZ zu sein und in Klarheit und Wahrheit die Stimme zu erheben – ähnlich wie es Johannes der Täufer und auch alle andern Propheten immer getan haben. Es ist ZEIT, dass wir im GEBET aufstehen, uns sammeln, vernetzen und gemeinsam ermutigt vorwärts gehen.

Als Christen im Widerstand haben wir klare geistliche und gesellschaftspolitische Ziele. Wir setzen uns für den Erhalt unseres freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates ein und fördern starkes Gebet, echte Buße und geistliche Erneuerung in unserem Land.“

www.christen-im-widerstand.de