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Gott segne unser Land - täglich auf's Neue!

KW 2020- 28 „Der Skandal von Bremen“

So titelt das Wochenmagazin idea-Spektrum in der aktuellen Ausgabe den Kommentar auf Seite drei. Hintergrund: Der Bremer Pastor Olaf Latzel. Am 5. Juli hielt er seine vorerst letzte Predigt, um sich dann bis Ende August in den Urlaub zu verabschieden. Bei seinen Kirchenoberen wenig gelitten, hat Latzel inzwischen auch eine offizielle Anklage der Staatsanwaltschaft anhängen. In einem Eheseminar im Oktober 2019, das online gestellt wurde, soll er volksverhetzende Äußerungen von sich gegeben haben.

Im idea-Kommentar heißt es: „Es grenzt an Rechtsbeugung, wie Latzel Aussagen untergeschoben werden, die er gar nicht gemacht hat. So heißt es in der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft, er habe ‚Homosexuelle generalisierend als Verbrecher bezeichnet‘. Das lässt sich seinem Satz ‚Überall laufen diese Verbrecher rum von diesem Christopher-Street-Day‘ aber schon vom Wortlaut her nicht entnehmen. Die Umstände seiner Äußerung lassen im Gegenteil darauf schließen, dass Latzel nicht ‚generalisierend‘ von Homosexuellen sprach, sondern von den Aktivisten, die ihn und seine Gemeinde attackiert haben.“ (zit. idea-Spektrum 2020—07-08).

In der Tat wurden schon mehrmals Gottesdienste gestört. Mit christenfeindlichen Parolen wurden immer wieder die Kirche und Außenanlagen beschmiert. Von Anklagen gegen diese multikulturellen Demokraten ist bislang nichts bekannt geworden. Ebenso wenig vom Rückenhalt durch die Bremische Kirche oder die EKD. Heinrich Bedford-Strohm und dessen Diener hätten für die Freiheit des Glaubens und die Freiheit der Rede eintreten können und sich vor ihren Glaubensbruder stellen müssen. Denn es ist ein staatlicher Angriff auf die Kirche.

„Es ist peinlich und traurig, wie sich die Bremische Kirche hinter der Staatsanwaltschaft verschanzt – um auf keinen Fall den Gedanken zuzulassen, die Äußerungen könnten angesichts der Anfeindungen gegen ihn einfach menschlich verständlich sein“, hießt es abschließend im idea-Kommentar.

Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien von aller Menschenscheu.


KW 2020-27 Kirche ein Kartenhaus

Die Kirche in Deutschland, seit der Reformation in zwei Hauptströmungen geteilt, trägt Land, Volk und Kultur durch die Zeiten. Der christliche Glaube hat wesentlich das Abendland geprägt. Und der Glaube trägt und prägt die Kirche, Protestanten, Katholiken und die freien Gemeinden. „Markenkern“ nennen das die Fachleute. Christus ist Haupt und Mitte der Kirche, so sagt es die Bibel.

Doch diese Mitte ist weg. Christus und die Botschaft vom Kreuz und das Licht des Ostermorgens sind nur noch Beiwerk rot-grüner Weltverbesserungsideologie.

Matthias Pankau, idea-Chef, notiert: „Die EKD verzettelt sich mit gendergerechter Sprache und Seenotrettung.“ Und weiter: „Mitte Juni wurde der YouTube-Kanal von Jana Highholder eingestellt. Die Medizinstudentin, Poetry-Slammerin und engagierte Freikirchlerin (!) war seit 2018 das digitale Gesicht der EKD. Jetzt war Schluss – offiziell aus finanziellen Gründen. Möglicherweise war der Kanal einigen aber auch theologisch zu konservativ. So hatte sich Jana in einem Video in Anlehnung an ein Bibelzitat u.a. für den Mann als Oberhaupt der Familie ausgesprochen.“ (zit idea-Spektrum 2020-07-01).

Helmut Matthies, der frühere idea-Chef, klagt aktuell in der Zeitschrift „Junge Freiheit“: „Was für ein Negativrekord! Im letzten Jahr verließen 270.000 Menschen die EKD und mit 282.668 Personen erstmals noch mehr die katholische Kirche. … Alle Kritik an der Entkirchlichung der Kirche hat nichts bewirkt, weil die Kirchensteuereinnahmen so hoch wie nie sind. So hart es klingt: Erst wenn das Geld knapp wird, dürfte eine Kurskorrektur zu erwarten sein.“ (zit JF 2020-07-03).

Die Kirche hat das Kreuz verloren, die tragende Mitte: Christus. Übrig bleibt ein Kartenhaus, angelehnt an den Zeitgeist. Klima-Rettung, Seenot-Schiffchen und Babysprache mit dem Gendersternchen sind heiße Luft in einem Haus aus billiger Pappe. Bedford-Strohm und dessen Diener samt Kardinal Marx haben mehr Kirche zerlegt als Karl Marx und dessen Nachfolger, rote und rotbraune Sozialisten. Für jene kleine Herde der Jesus-Nachfolger, Brüder und Schwestern im HERRN, bleibt die Bitte im Pfingstlied von Philipp Spitta:

O komm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein,
verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein.
Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an,
dass jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann.

O du, den unser größter Regent uns zugesagt:
komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt.
Gib uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit
die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit.

Unglaub und Torheit brüsten sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien von aller Menschenscheu.


KW 2020-26 SOMMER

Jede Jahreszeit hat ihren Reiz. Doch der Sommer stillt in besonderer Weise unsere Sehnsucht nach Sonne, Licht und Wärme. Lange Abende und laue Nächte lassen uns träumen. Die heimische Terrasse oder der Garten laden ein. Nahe und ferne Reiseziele locken. Der Sommer ist schön. Stimmen wir neu in das Loblied auf den Schöpfer ein. Paul Gerhardt schaute und schrieb:

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerzeit
an deines Gottes Gaben;
Schau an der schönen Gärten Zier,
und siehe, wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben.

2. Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide;
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide.

3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder;
die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.

4. Die Glucke führt ihr Völklein aus,
der Storch baut und bewohnt sein Haus,
das Schwälblein speist die Jungen,
der schnelle Hirsch, das leichte Reh
ist froh und kommt aus seiner Höh
ins tiefe Gras gesprungen.

5. Die Bächlein rauschen in dem Sand
und malen sich an ihrem Rand
mit schattenreichen Myrten;
die Wiesen liegen hart dabei
und klingen ganz vom Lustgeschrei
der Schaf und ihrer Hirten.

6. Die unverdrossne Bienenschar
fliegt hin und her, sucht hier und da
ihr edle Honigspeise;
des süßen Weinstocks starker Saft
bringt täglich neue Stärk und Kraft
in seinem schwachen Reise.

7. Der Weizen wächset mit Gewalt;
darüber jauchzet jung und alt
und rühmt die große Güte
des, der so überfließend labt,
und mit so manchem Gut begabt
das menschliche Gemüte.

8. Ich selber kann und mag nicht ruhn,
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.

9. Ach, denk ich, bist du hier so schön
und läßt du’s uns so lieblich gehn
auf dieser armen Erden;
was will doch wohl nach dieser Welt
dort in dem reichen Himmelszelt
und güldnen Schlosse werden!

10. Welch hohe Lust, welch heller Schein
wird wohl in Christi Garten sein!
Wie muß es da wohl klingen,
da so viel tausend Seraphim
mit unverdroßnem Mund und Stimm
ihr Halleluja singen?

11. O wär ich da! O stünd ich schon,
ach süßer Gott, vor deinem Thron
und trüge meine Palmen:
So wollt ich nach der Engel Weis
erhöhen deines Namens Preis
mit tausend schönen Psalmen.

12. Doch gleichwohl will ich, weil ich noch
hier trage dieses Leibes Joch,
auch nicht gar stille schweigen;
mein Herze soll sich fort und fort
an diesem und an allem Ort
zu deinem Lobe neigen.

13. Hilf mir und segne meinen Geist
mit Segen, der vom Himmel fleußt,
daß ich dir stetig blühe;
gib, daß der Sommer deiner Gnad
in meiner Seele früh und spat
viel Glaubensfrüchte ziehe.

14. Mach in mir deinem Geiste Raum,
daß ich dir werd ein guter Baum,
und laß mich Wurzel treiben.
Verleihe, daß zu deinem Ruhm
ich deines Gartens schöne Blum
und Pflanze möge bleiben.

15. Erwähle mich zum Paradeis
und laß mich bis zur letzten Reis
an Leib und Seele grünen,
so will ich dir und deiner Ehr
allein und sonsten keinem mehr
hier und dort ewig dienen.

Wer bis hierher gelesen oder vielleicht gar gesungen hat, wird entdecken, wie der Dichter in den Kleinigkeiten der Schöpfung den großen Schöpfer sah. Und die Bitte anschließt: „Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich Wurzel treiben.“


KW 2020-25 ANTIFA marschiert

Jetzt werden zeitgleich mehrere Fronten eröffnet, um den demokratischen Staat und die Gesellschaft freier Bürger niederzuringen. Eine unaussprechliche Kunstsprache mit Sternchen, eine rigorose Säuberung der Geschichte, ein gewalttätiges Durchmarschieren in eine „neue Normalität“. Links, links, links – zwo, drei, vier …

„Der neue Faschismus wird nicht sagen: Ich bin der Faschismus. Er wird sagen: Ich bin der Antifaschismus.“ Wer auch immer diese Gedanken notiert hat, sie beschreiben die Wirklichkeit heute. Die Zerstörung der Völker, der Sprachen, der Geschlechter und der Familie. Mit Giftpfeilen und schwerer Artillerie zugleich wird die demokratische Ordnung zusammengeschossen. Eine allgegenwärtige Gedankenpolizei spürte im Netz und im Alltag „Klimaleugner“ und „Corona-Leugner“ auf, erfindet „Homophobe“ und Islamophobe“, propagiert die bunte Gesellschaft, die vor allem einen Feind hat: Alte, weiße Männer – voran Donald Trump.

Die neueste Spielart der ANTIFA ist der „Antirassismus“. Das schreibt Alain Finkielkraut: „Beim Antirassismus geht es leider nicht mehr darum, die Gleichheit der Menschenwürde zu verteidigen, sondern um eine Ideologie, eine Weltanschauung. In dieser Sicht der Dinge hat ein nicht-westlicher Sklavenhandel keinen Platz, ebenso wenig wie ein arabisch-islamischer Antisemitismus oder einer der afroamerikanischen Gesellschaft.“ (zit. WELT 2020-06-15).

Weltweit werden Statuen gestürzt, Denkmäler beschmiert. Dabei fällt auf, dass Marx, Lenin und Stalin unbehelligt bleiben.

„Der Zeitgeist der Intoleranz … wird unser Leben erdrücken, wenn wir nicht den Mut haben, seine Versuche, uns zu diktieren, was wir sagen und was wir denken dürfen, anzufechten.“ (Frank Furedi in spiked-online.com – zit. PAZ 2020-06-19).

Die kämpferische ANTIFA führt den Krieg an vielen Seiten von unten, freilich nur zu oft mit „Programmen gegen Rechts“ staatlich üppig finanziert. Und von oben ist es die Regierung Merkel, die „Ehe für alle“, „Gender-Ideologie“ und „Klima-Rettung“ fördert. Da wird das Kind Greta heilig gesprochen, eine Wahl in Thüringen wiederholt, bis sie der Kanzlerin gefällt und durch nun wieder offene Grenzen die arme Welt ins reiche Deutschland eingeladen. Übrigens: Damit noch mehr „gerettet“ werden, schickt die ANTIFA-Kirche unter Leitung von Bedford-Strohm ein Schiff.

Ist dies das Lied der ANTIFA? „Wir werden weiter marschieren bis alles in Scherben fällt. Heute zerstören wir Deutschland und morgen die ganze Welt!“


KW 2020-24 „Am-Thor und s-eine C-DU“

In den nächsten Wochen werden wir sehen, wie ein CDU-Jüngling weiter Karriere macht. Wir denken an Philipp Amthor, 27 Jahre alt, steiler Aufsteiger und große Hoffnung für die CDU im Norden. Er ist der einzige Kandidat für den Landesvorsitz in Mecklenburg-Vorpommern. Und dieser Posten soll sicher ein Sprungbrett zu höheren Ämtern sein. Bestimmt ist Berlin im Blick. Wobei, da sitzt er schon, der Amthor als Bundestagsabgeordneter mit sattem Gehalt plus Aufwandsentschädigung.

Im Deutschen Bundestag teilt er gern kräftig aus, schwingt lautstarke Reden und gibt sich als Moral-Apostel. Nun ist der Aufsteiger gestolpert. Im SPIEGEL und anderswo war zu lesen, dass Amthor – noch so jung – schon Lobby-Arbeit macht wie die Alten und damit nebenbei gut Geld verdient. Konkret: Ein Sitz im Aufsichtsrat und schließlich sogar der Posten eines Direktors in der US-Firma „Augustus Intelligence“, die sich mit Zukunftstechnologie beschäftigt. Nebenbei noch den Job im Bundestag?

Die BILD-Zeitung schreibt:

>>Bereits Mitte 2018 habe es in der internen Kommunikation der Firma geheißen, dass der Politiker „gut für uns“ sein werde. Für den Brief an Altmaier hätten Mitarbeiter Amthor gefeiert: Er sei „ein geiler Typ“, habe es geheißen: „Wir müssen uns echt bei ihm bedanken“. Zwei Monate später habe Amthor mit Managern zweimal den damaligen Parlamentarischen Staatssekretär beim Wirtschaftsminister, Christian Hirte (44), besucht. Er habe gemeinsam mit Mitarbeitern der Firma Reisen in teure Hotels unternommen. Von Treffen in New York City, St. Moritz oder Korsika – mit Austern und Schampus – ist die Rede.<< 13. Juni 2020

Von Geldgier und Machtgier, wollen wir nicht reden; erst recht nicht von Flugmeilen und Umweltbelastung. Nun hat sich Amthor in korrektem Politsprech selbst entschuldigt, wohl eine Tasse Krokodilstränen vergossen, um diese Geschichte sogar noch geschickt für den weiteren Aufstieg zu nutzen. Dem gemeinen Volk wird vorgespielt, wie einsichtig und zerknirscht so ein Politiker doch geradezu ein Muster eines anständigen Machers ist. Früher traten Politiker zurück, um echte Einsicht und Reue zu zeigen und waren erstmal weg.

Ob Angela Merkel aus der Uckermark, selbst kinderlos, in Amthor so etwas wie einen Ziehsohn und ein Polit-Enkelchen zugleich gefördert hat, darf zumindest gefragt werden. Wahlkreis 015 Merkel und Wahlkreis 016 Amthor haben nicht nur geografische Berührungsflächen.

In einem Pfingstlied aus alter Zeit heißt es:

„Unglaub und Thorheit brüsten
sich frecher jetzt als je;
darum musst du uns rüsten
mit Waffen aus der Höh.
Du musst uns Kraft verleihen,
Geduld und Glaubenstreu
und musst uns ganz befreien
von aller Menschenscheu.“

Amthor muss gehen und Merkel kann er mitnehmen!