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KIRCHWEIH

„Da lassen Sie aber die Kirche im Dorf!“ Das ist ein deutlicher Satz, der eine Grenze zieht. Das ist ein Ruf nach Sinn und Halt, wenn Pläne und Projekte alles über den Haufen werfen, was bisher gültig war. Vieles kann geändert werden, aber wenigstens die Kirche muss bleiben, sagt der Volksmund. Die Kirche markiert die Mitte im Ort. Soviel an Ordnung und Orientierung muss man stehen lassen. Die Kirche im Dorf ist oft seit Jahrhunderten das höchste Bauwerk auf dem Lande, lange Zeit auch in den Städten. Unsere Vorfahren haben mit großem Einsatz und ganzem Herzen ihre Kirche errichtet und eingeweiht.

Gerade in den Dörfern wird bis heute fröhlich Kirchweih begangen. In Mitteldeutschland spricht man von Kirmes (Kirch-Messe) und meint das Gleiche: Eine Gemeinde feiert ihre Kirche. Für manche ist die Lebensgeschichte mit ihrem Gotteshaus verbunden. Sie wurden vor dem gleichen Altar getauft, konfirmiert und getraut. Dabei geht es nicht nur um heilige Mauern, sondern um die spürbare Nähe Gottes. In der Bibel heißt es selbst vom prachtvollen Jerusalemer Tempel: Der Himmel kann Gott nicht fassen, wie kann ein Haus für Gott die Wohnung sein? Dennoch betet König Salomo bei der Einweihung: „Lass deine Augen offen stehen über diesem Haus Nacht und Tag über der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein.“ (1. Könige 8,29). Die Kirche ragt mit der Spitze in den Himmel und steht mit dem Fundament fest auf der Erde. Sorgen Sie dafür, dass es drinnen lebendig wird.

Gesegnete Zeit,
Egmond Prill

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