EP

Herzlich willkommen!

Gott segne unser Land - täglich auf's Neue!

AUSHARREN

Täglich gibt es neue Nachrichten zum Corona-Virus. Ansteckungsgefahren, Infektionszahlen, Todesraten. Neue Begriffe und Bestimmungen haben unseren Alltag verändert. „Betretungsverbote“ im öffentlichen Raum. Eigentlich Ausgangssperren - außer Arzt, Apotheke, Arbeit, Aldi und andere Läden für Lebensmittel.

Wir harren der Dinge und Zeiten, die kommen und hoffen, dass es bald vorüber ist. Nahezu untätig ohne Begegnungen und Berührungen müssen wir warten. Dabei geht unser Leben doch sonst nach dem Grundsatz: Aufstehen, anpacken und arbeiten. Denn: „Hoffen und harren macht manchen zum Narren.“ Dieses geflügelte Wort belächelt jene, die ihre Hände in den Schoß legen, beten und warten. Brauchen wir nicht beides? Zupackendes Arbeiten und vertrauendes Ausharren, wie es in diesem Gebet heißt: „Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.“ Hier ist jenes Gottvertrauen auf den Punkt gebracht, das beides verbindet.

In diesen Corona-Zeiten arbeiten weltweit Experten an passenden Impfstoffen und Heilmitteln, mühen sich Menschen in den Krankenhäusern um tausende Patienten. Zugleich können wir wie der Psalmbeter unsere hilflose Lage vor Gott bringen und darauf vertrauen, dass er helfen wird: „Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.“ (Psalm 43,5).

Gesegnete Zeit
Egmond Prill

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